• FEES – Flexible Schluckuntersuchung

    FEES – Flexible Schluckuntersuchung

    FEES – Untersuchung des Schluckens mittels eines Fiberendoskop

    Die Fiberendoskopische Untersuchung des Schluckens gilt als risikoarme Standarduntersuchung auf der Intensivstation zur Abklärung von Dysphagien (1). Sowohl bei Schlaganfallpatienten als auch bei beatmeten nichtneurologischen Intensivpatienten besteht eine relevante Dysphagie in ca. 50% der Fälle. In diesen Fällen konnte eine Aspiration mittels FEES nachgewiesen werden (2). Bei Schlaganfallpatienten steigt das Pneumonierisiko während des stationnären Aufenthaltes eine Pneumonie zu entwickeln um ca. 24%(2). Bei Tracheotomiepatienten steigt das Risiko sogar auf 70%, unabhängig von der zugrundeliegende Erkrankung (3). Eine alleinige klinische Untersuchung ist auf Grund von fehlender Sensitivität und Spezifität nicht ausreichend (4).

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    Eine Untersuchung des Schluckens mittels FEES sollte in einem multidisziplinären Team erfolgen. Ich finde es sinnvoll, wenn bei der Untersuchung sowohl der/die Logopädin, die behandelnde ärztliche Person sowie die Pflegekraft anwesend ist. So kann unmittelbar am Befund das weitere Vorgehen mit dem Patienten abgestimmt werden. Die Untersuchung sollte nach einem Protokoll erfolgen und mit einer standardisierten Beurteilung, z.B. mittels eines Scores beendet werden (5). Eine strukturriete Fassung findet sich in einer schönen Übersichtsarbeit von Michels und Kollegen aus dem Jahr 2015 anhand einer Tabelle. Der entsprechende Score ist ebenfalls aus dieser Arbeit (5).

    FEES – Standardisierter Untersuchungsgang

    tabelle1-2

    Und folgend der entsprechende Score…

     

    1. Leder SB, Espinosa JF. Aspiration risk after acute stroke: comparison of clinical examination and fiberoptic endoscopic evaluation of swallowing. Dysphagia. 2002;17(3):214-8.
    2. Lim SH, Lieu PK, Phua SY, Seshadri R, Venketasubramanian N, Lee SH, et al. Accuracy of bedside clinical methods compared with fiberoptic endoscopic examination of swallowing (FEES) in determining the risk of aspiration in acute stroke patients. Dysphagia. 2001;16(1):1-6.
    3. Hafner G, Neuhuber A, Hirtenfelder S, Schmedler B, Eckel HE. Fiberoptic endoscopic evaluation of swallowing in intensive care unit patients. Eur Arch Otorhinolaryngol. 2008;265(4):441-6.
    4. Warnecke T, Teismann I, Meimann W, Olenberg S, Zimmermann J, Kramer C, et al. Assessment of aspiration risk in acute ischaemic stroke–evaluation of the simple swallowing provocation test. Journal of neurology, neurosurgery, and psychiatry. 2008;79(3):312-4.
    5. Michels PDG, Motzko M, Weinert M, Bruckner M, Pfister R, Guntinas-Lichius O. Dysphagiemanagement in der internistischen Intensivmedizin. Medizinische Klinik-Intensivmedizin und Notfallmedizin. 2015;110(3):174-81.

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