• Tracheotomie

    Tracheotomie

    Im aktuellen Beitrag beschäftigen wir uns mit der Bougierungstracheotomie. Die Tracheotomie selbst ist eine uralte chirurgische Prozedur, die bereits in antiken ägyptischen Quellen dokumentiert wurde. Den meisten Menschen unserer Generation wurde die Tracheotomie bzw. die Notfallkoniotomie durch einen gewissen MacGyver nahegebracht.

    Die Bougierungstracheotomie, wie wir sie im stationären Alltag bettseitig durchführen, geht auf die Arbeiten von Ciaglia zurück. Die Vorteile der Tracheotomie gegenüber der Langzeitbeatmung über einen endotrachealen Tubus sind unter anderem der reduzierte Atemwegswiderstand mit einhergehender reduzierter Atemarbeit, eine verbesserte Mund- und Rachenhygiene, Möglichkeit zur oralen Ernährung und Kommunikation sowie eine geringerer Sedierungs-und Analgetikabedarf. Weiter können tubusassoziierte Kehlkopfschäden vermieden werden. Als absoluten Kontraindikationen zählen, dass es sich bei dem Patienten um einen akuten respiratorischen Notfall handelt. Eine schwierige endotracheale Intubation stellt ebenfalls eine mögliche Kontraindikation dar. Im Alltag sind  insbesondere die fehlende anatomische Beurteilbarkeit und extrem kurze Hälse ein Problem. Wir führen vor eine eventuelle Tracheotomie immer eine sonographische Untersuchung der Halsgefäße durch, um eine eventuelle anatomische Variante mit einer Arterie im Punktionskanal zu erkennen. Für die Proze­dur sind 2 Ärzte und eine Assistenzkraft erforderlich.

    Die Tracheotomie selbst zeigen wir in einem Video im Anschluss.

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